Hohe Kunst: Die derzeit fünf besten russischen Opernstars

Aida Garifullina

ZUMA Press/Global Look Press
Lassen Sie sich von diesen großen Stimmen verzaubern! Diese Sänger feiern heute große Erfolge an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und auf anderen führenden Bühnen der Welt. Selbst, wenn Sie kein Opernliebhaber sind, werden Sie sich der Magie dieser Stimmen nicht entziehen können.

Die russische Opernschule hat viele Stars hervorgebracht: Fjodor Schaljapin, Galina Wischnewskaja, Jelena Obraszowa und Dmitrij Chworostowskij gehörten zu den bekanntesten Sängern der Welt. Neue russische Talente treten nun in ihre Fußstapfen und haben jede Chance, ihren festen Platz auf dem Opernolymp einzunehmen. Lernen Sie sie kennen. 

1. Ildar Abdrazakow – Zar des Bass  

In den Medien wird der 42-jährige Abdrazakow oft als „Zar des Bass” und eine der besten Stimmen seiner Generation bezeichnet. Mit 20 Jahren trat er am Mariinski-Theater auf und mit 25 debütierte er an der Mailänder Scala. Seit 2001 tritt er regelmäßig in Opernproduktionen der weltweit führenden Theater in New York, Paris, Wien und Salzburg auf.

Abdrazakow stammt aus Ufa, wo er Gesang studierte. Inzwischen ist er in Moskau, St. Petersburg, New York und Mailand zu Hause. Sein Repertoire umfasst Arien aus Faust, Hoffmanns Erzählungen, Don Carlos und Fürst Igor.

Ihm ist es zu verdanken, dass im Mariinski-Theater erstmals eine der weniger bekannten Verdi-Opern, Attila, aufgeführt wurde. Abdrazakows Auftritt darin wurde 2012 mit dem Oscar della Lirica ausgezeichnet. 2010 erhielt er für die Aufnahme von Verdis Requiem zusammen mit dem Chicago Symphony Orchestra zwei Grammy Awards. Er ist der einzige russische Opernsänger, dem diese Ehre jemals erwiesen wurde. 

2. Maxim Mironow – Virtuose des Belcanto 

Der 37-jährige Tenore di Grazia Maxim Mironow, ehemaliger Solist des Moskauer Helikon-Opern-Theaters, lebt seit 15 Jahren in Italien. Nachdem er 2003 den Wettbewerb Neue Stimmen in Deutschland gewonnen hatte, erhielt er Einladungen an die Mailänder Scala, die Wiener und die Berliner Oper.

Mironow gilt als Virtuose des Belcanto, einer der schwierigsten Techniken im professionellen Gesang. Er ist besonders bekannt für seine Auftritte in den Opern Rossini und Bellini. 

3. Dmitrij Kortschak – Tenor und Dirigent

Der 40-jährige Dmitrij Kortschak ist nicht nur als Sänger, sondern auch als Dirigent bekannt. 2004 gewann er in beiden Kategorien den Placido Domingo Operalia Award in Los Angeles. 2009 richtete er einen Preis für die besten Studenten der Popow Akademie für Chormusik ein, deren Absolvent er selbst war.

Kortschak lebt in Österreich und reist um die ganze Welt. Er tritt oft in New York, Zürich, Berlin, Palermo, Madrid, Rom, Moskau und St. Petersburg auf und nimmt an berühmten internationalen Festivals teil. 

4. Anna Netrebko – Sopranistin Nummer 1

Ihr Name ist auch denen bekannt, die sich nicht für die Oper interessieren. Anna Netrebko, 47, gehört seit vielen Jahren zu den besten weiblichen Opernstimmen der Welt. Schon während ihres Studiums begeisterte sie das Publikum am Mariinski-Theater und bald war ihr dramatischer Sopran in Salzburg, New York und Mailand zu hören.

Ihr Lieblingspart ist Lady Macbeth, weil sie darin „sie selbst sein könne". Anna Netrebko erhielt als erste russische Opernsängerin den Ehrentitel der Wiener Kammersängerin. 

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5. Aida Garifullina – Die Artistin unter den Operndiven

Mit ihrem unbestreitbaren Charme ist die 31-jährige Aida Garifullina vielleicht die beliebteste klassische Sängerin in Russland. Während ihrer Schulzeit gewann sie ein Stipendium des Bürgermeisters von Kasan und verwendete es für eine Gesangsausbildung in Wien. 2013 gewann sie den Opernpreis und trat sogar mit Placido Domingo in China auf.

Es folgte ein gemeinsames Konzert mit Andrea Bocelli in Kanada und mit Dmitrij Chworostowskij in Moskau. Jetzt steht sie auf den Bühnen der Welt.

Obwohl Garifullina ein sehr ernstes akademisches Repertoire hat, singt sie auch Pop. 2018 sang sie mit Robbie Williams bei der Eröffnungsfeier der FIFA-Weltmeisterschaft in Moskau und trat auch bei der Abschlussfeier mit dem berühmten russischen Volkslied Kalinka auf. 

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