Der Himmel auf Erden: Ex-Priester baut Planetarium für alle

Die kleine Stadt Majkop in der Kaukasusrepublik Adygeja ist um eine Sehenswürdigkeit reicher, seit der ehemalige Priester Viktor Matuschin dort selbst ein eigenes Planetarium gebaut hat. Nun erzählt er dort Kindern und Erwachsenen von Sonne, Mond und Sternen. Ein Besuch.

Viktor Matuschin ist 78 Jahre alt und war einmal Priester. Nun ist er in Rente und hat viel Zeit, die er seinem großen Hobby widmen kann: der Astronomie. Um sein großes Wissen, das er mittlerweile darin besitzt, mit Groß und Klein teilen zu können, hat Matuschin ein Planetarium gebaut. Von der Skizze bis zum Modell – ganz allein und auf dem eigenen Grundstück.

„Ich begann am 1. April 1999, im November waren wir fertig. Meine Familie half mir“, erzählt der Hobby-Astronom. „Ich bin hier geboren und getauft worden. Das Planetarium haben wir mit eigenen Geldern und auf unserem Grundstück nach unseren eigenen Vorstellungen gebaut.“

Die Arbeit an dem Planetarium dauerte fast 18 Jahre. Er nutzte alles, was da war: Aludosen, Bälle, Lampen usw. und baute daraus das Weltall nach.

Und einen christlichen Moment besitzt das kleine Himmelsmuseum nun  natürlich auch: Matuschin lehrt er Kinder und Erwachsene, wie Gott die Erde, den Mond und die Sterne erschaffen hat. Er hat Astronomie zwar nicht studiert, aber kennt sich aus.

Rund 3000 Besucher kommen jährlich zu ihm, 50.000 waren es bisher insgesamt. Aber: Das Planetarium ist noch nicht als solches nicht registriert. „Die Behörden haben mein Planetarium noch nicht registriert, weil es keine Regelung für private Planetarien gibt“, erklärt Matuschin. Diese Frage müsse nun noch geklärt werden.

Matuschins Planetarium befindet sich in Majkop, Republik Adygeja

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