Sankt Petersburg? Ein Alptraum!

Alexei Danichev / RIA Novosti
15 Gründe, die Stadt niemals zu besuchen.

Wenn man schon in Moskau ist, kann man auch einen Abstecher in Russlands nördliche Hauptstadt machen: 687 Kilometer, neun Stunden mit dem Zug. Klar, das gönne ich mir!
Die Ermitage. Eines der schönsten Museen Europas? Mainstream. No go!
Das prominenteste Sankt Petersburger Festival: Die Roten Segeln. Spektakuläres Feuerwerk, zahlreiche Konzerte, Licht- und Wasserspiele. Und eine echte Fregatte segelt die Newa herunter. Eine Million Besucher? Oh nö!
Speisen und Weine, romantische Sonnenuntergänge, Ausblick auf die Dächer… Darauf falle ich nicht rein!
Nachts werden die Brücken hochgeklappt. Und schon bist du abgeschnitten – von der Zivilisation und deinem Hotel.
Die Zarenresidenz erscheint in ihrem damaligen Glanz. Endlose Paläste, Alleen, Denkmäler, Kathedralen. Ist das etwa alles?
Irgendwie sieht die Stadt archaisch aus. Die Bauhöhe ist ja auch begrenzt.
Schrecklich, die schäbigen Bruchbuden. Ich denke, die Romantik ist tot.
Weiße Nächte. Schlafenszeit.
Fedor Dostojewski, Josef Brodsky, Anna Achmatowa, Nikolai Gogol, Sergei Dowlatow, Alexander Blok und Alexander Puschkin gingen einst auf diesen Straßen. Ein Haufen Denkmäler und Museen erinnern daran… Aber wer waren diese Leute eigentlich?
Kunst. Zuviel davon. Total versponnen. Überheblicher Quatsch!
Russlands beste Bars? Gratiskaraoke? Lokale Cocktail-Specials? Ganze Straßen für Bar-Hopping? Ist doch einfach nur laut und bei Sonnenuntergang hast du tausend russische Freunde und schreckliche Kopfschmerzen!
Der Name „Sankt Petersburg“ ist vielleicht ein Zungenbrecher. Dafür verwechselt man den nicht mit Leningrad. Das war zu Sowjetzeiten. Eine Eselsbrücke: Alles um die Stadt herum heißt immer noch Oblast Leningrad. Logisch, oder?
Wasser, Flüsse, Kanäle: Auf über 40 Inseln ist die Stadt verteilt. Nicht umsonst heißt sie „Venedig des Nordens“. Eine romantische Bootstour gefällig? Ein Alptraum!
Ganze Generationen der russischen Zarendynastie lebten, regierten und starben hier. Ich bin Republikaner!

Alle Rechte vorbehalten. Rossijskaja Gaseta, Moskau, Russland

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