Reisen nach Scheinen: Was die Rubel-Banknoten uns über Russland verraten

Kommunalny Bridge in Krasnoyarsk

Kommunalny Bridge in Krasnoyarsk

Legion Media
Russlands bunte Rubelscheine könnten glatt einige Geografie-Stunden ersetzen. Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch das ganze Land.

10-Rubel-Schein: Krasnojarsk und Sibirien

10 Rubel / Global Look Press10 Rubel / Global Look Press

Der Zehn-Rubel-Schein wird immer seltener. Seit 2012 wird er offiziell von seinem Münz-Kollegen ersetzt, kurz darauf wurde das Drucken dieses Scheins eingestellt.

Auf einer Seite ziert die wichtigste Brücke und die kleine Paraskewa-Pjatnizka-Kapelle der sibirischen Millionenstadt Krasnojarsk das Geldpapier. Aus einiger Entfernung sind beide vom Prospekt Mira aus zu sehen. Aber ein Spaziergang auf die roten ("krasnyj") Abhänge ("jar") - kurz Krasnojarsk - sowie an den gewaltigen Jenissej lohnen sich noch viel mehr.

Auf der anderen Seite ist das große Wasserkraftwerk am Jenissej in Diwnogorsk, etwa 20 Kilometer von Krasnojarsk entfernt, abgebildet. 

Als die Krasnojarsker damals erfuhren, dass "ihr" Schein durch eine bildlose Münze ersetzt werden soll, stellten sie dem "Tschirik", dem "Zehner", kurzerhand ein Denkmal auf. 

50-Rubel-Schein: Sankt Petersburg

50 Rubel / Global Look Press50 Rubel / Global Look Press

Der blaue 50-Rubel-Schein zeigt Russlands nördliche Hauptstadt: Sankt Petersburg. Das Denkmal eines Mädchens, das die Newa symbolisieren soll, mit der berühmten Peter-und-Paul-Festung im Hintergrund ziert die eine Seite. Auf der anderen sind die Rostral-Säule auf der Landzunge der Wassiljewskij-Insel und die alte Börse der Stadt zu sehen.

100-Rubel-Schein: Moskau

100 Rubel / Global Look Press100 Rubel / Global Look Press

Na, diese Sehenswürdigkeiten hier kennen Sie ganz sicher schon! Auf dem 100-Rubel-Schein sind die Apollo-Quadriga im Alexandergarten und das Bolschoi-Theater in Moskau abgebildet.

500-Rubel-Schein: Archangelsk und der Norden

500 Rubel / Global Look Press500 Rubel / Global Look Press

Seinen Reichtum verdankt Russland zu einem großen Teil auch seinem weiten Norden mit den heute zugänglichen Seeverkehrswegen und Ressourcen. Darum hat Peter der Große, der Begründer der russischen Flotte und Seefahrt, natürlich auch ein Denkmal im nordrussischen Archangelsk. Und das wiederum ziert auch den pinken 500-Rubel-Schein.

Auf der anderen Seite ist das Kloster auf den Solowezki-Inseln vor der Küste Archangelsk im Weißen Meer abgedruckt - ein schicksalhafter Ort, wie der RBTH-Film noch einmal zeigt:

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1000-Rubel-Schein: Jaroslawl

1000 Rubel / Global Look Press1000 Rubel / Global Look Press

Diesen grünen Schein gibt es seit 2001 und fünf Jahre lang war er der wertvollste der russischen Rubelscheine. Auf der einen Seite ist Jaroslaw der Weise, ein wichtiger Herrscher eines Teils der Alten Rus, zu sehen. Sein angeblicher Kampf gegen einen Bären soll der Stadt Jaroslawl auch zu ihrem Namen verholfen haben. 

Im Hintergrund steht die Kapelle der Kasaner Gottesmutter und den Eingang zum Verklärungskloster. Auf der anderen Seite ist die Johannes-der-Täufer-Kirche zu sehen - ein Meisterwerk der russischen Holzarchitektur aus dem 17. Jahrhundert.

5000-Rubel-Schein: Chabarowsk und der Ferne Osten

5000 Rubel / Global Look Press5000 Rubel / Global Look Press

Seit 2006 gibt es nun auch einen 5000-Rubel-Schein. Dieser ist der Stadt Chabarowsk im Fernen Osten Russlands gewidmet und zeigt den sibirischen Gouverneur Murawjow-Amurskij aus dem 19. Jahrhundert sowie die lange Brcke über den Amur in Richtung China.

200- und 2000-Rubel-Scheine: Krim und Wladiwostok

Aktuell sind auch neue Scheine im Gespräch: zum Beispiel für 2000 und 200 Rubel.

Ersterer soll bereits im Oktober in den Umlauf gebracht werden und Russlands Sehenswürdigkeiten in Wladiwostok sowie den neuen Weltraumbahnhof Wostotschnyj zeigen. 

Und Ende dieses Jahres soll dann auch der neue 200-Rubel-Schein ausgegeben werden, den es bereits immer mal wieder in verschiedenen Zeiten gegeben hatte. Er wird die Schwarzmeer-Halbinsel Krim zeigen: darunter das SDenkmal der gesunkenen Schiffe in der Hafenstadt Sewastopol sowie die antike griechische Stadt Chersones im Osten der Insel.

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