Buddhistische Architektur: Die fünf schönsten Tempel-Wunder in Russland (BILDER)

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Einen dieser Tempel ziert die höchste vergoldete Buddha-Statue Europas, ein anderer beherbergt die Leiche eines mumifizierten Mönchs.

Obwohl der Buddhismus in Russland keine weitverbreitete Religion ist, hat er dort immerhin eine Million Anhänger. Er ist in den Republiken Kalmückien in Südrussland, Burjatien in Ostsibirien und Tuwa in Südsibirien historisch verankert. Daher gibt es in diesen Regionen einige der beeindruckendsten buddhistischen Bauwerke.

1 Iwolginskij Dazan (Burjatien)

Das buddhistische Kloster Iwolginski Dazan liegt nicht weit entfernt von Ulan-Ude, der Hauptstadt der russischen Republik Burjatien. Die heutige Klosteranlage wurde 1945 erbaut. Mit ihren sieben Tempeln gilt sie als wichtigstes buddhistisches Zentrum Russlands. An der angeschlossenen Universität, dem Dazan, werden die Studenten in buddhistischer Medizin, Philosophie, Malerei und Theologie ausgebildet.

Seit 2002 beherbergt das Kloster den Leichnam des Lama Daschi-Dorscho Itigelow. Das Oberhaupt der ostsibirischen Buddhisten starb 1927 im Alter von 75 Jahren. Erstaunlich ist, dass Itigelows Körper auch fast 100 Jahre nach seinem Tod an Gewicht zunimmt, Feuchtigkeit absondert und sich nicht zersetzt.

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2 Das „Goldene Kloster des Buddha Shakyamuni“ (Kalmücken)

Dieser buddhistische Tempel befindet sich im Herzen von Elista, der Hauptstadt Kalmückiens. Er öffnete seine Pforten im Dezember 2005.

Das Kloster beherbergt nicht nur eine Gebets- und Meditationshalle, eine Bibliothek, ein Museum und einen Konferenzsaal, sondern nach buddhistischer Tradition auch eine Residenz für den Dalai Lama.

Der Schrein ist berühmt für seine neun Meter hohe Buddha-Statue, die mit Gold überzogen ist. Es ist die größte Buddha-Statue in ganz Europa.

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3 Der Gunsetschoinei-Dazan (Sankt Petersburg)

Der nördlichste buddhistische Tempel in Russland ist auch der erste, der im europäischen Teil des Landes zwischen 1909 und 1915 errichtet wurde. Den üppig dekorierten Schrein schmücken Buntglasfenster, die von dem berühmten Maler Nikolai Roerich geschaffen wurden.

Nach der Revolution von 1917 wurde der Tempel geschlossen und 1938 verstaatlicht. Erst 1990 wurde er wieder als religiöses Zentrum eröffnet.

4 Azagatskij Dazan (Burjatien)

Der Tempel Azagatskij Dazan, ehemals bekannt als Kurbinskij Dazan im Dorf Naryn-Azagat in der Republik Burjatien, wurde 1825 gegründet.

Bis in die 1930er Jahre war der Ort ein Zentrum der tibetischen Medizin und ein Treffpunkt für Buddhisten aus ganz Russland. 1936 wurde der Tempel von Behörden geschlossen, aber nach dem Zerfall der Sowjetunion wiedereröffnet.

5 Ustuu-Churee (Tuwa)

Einer der größten buddhistischen Tempel Russlands ist der Ustuu-Churee-Komplex in der Republik Tuwa. Im Jahr 1905 gegründet, wurde er 1930 wie viele andere Tempel auch von den kommunistischen Behörden geschlossen.

Im Jahr 1999 konnte die Regierung den Tempel dank der Internationalen Musikfestspiele “Ustuu-Churee” wiederbeleben. Die Veranstaltung findet nun jährlich statt und hilft, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen und Spenden zu gewinnen.

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