Geschichte Tag für Tag: 12. November

Unser täglicher Geschichtsrückblick zeigt Ihnen, was am heutigen Tag in der Geschichte Russlands und der Welt vor sich ging.

1965: Venera 2 startet ins All

Die Venera 2 war ausgestattet mit Kameras und wissenschaftlichen Instrumenten, mithilfe derer sie die Venus erforschen sollte. Gestartet im November 1965 vom Weltraumbahnhof Baikonur, näherte sie sich der Venus bis Februar 1966 auf 24.000 Kilometer an. 26 Mal schickte die sowjetische unbemannte Sonde dann Daten an die Erde. Bevor sie allerdings den Planeten selbst erreichte, ging ihr Kontrollsystem kaputt und sie verfehlte den großen Planeten.

Im Rahmen der Venera-Mission (russisch  für „Venus“) wurden zwischen 1961 und 1983 von der Sowjetunion mehrere Raumsonden zur Venus gestartet. Erst der Venera 7 gelang dann am 15. Dezember 1970 die erste weiche Landung auf einem fremden Planeten.

Aktuell plant Russland ein neues Folgeprojekt, die Venera-D, welche sich 2026 zur Venus aufmachen soll.

1927: Gründer der Roten Armee verliert Machtkampf gegen Stalin

Leo Trotzki wird aus der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) ausgeschlossen, Josef Stalin wird damit uneingeschränkte Herrscher in dem jungen Staat.

Josef Stalin, der in den ersten Jahren nach der Revolution eine recht bescheidene Stellung in der Partei einnahm, ergriff die Initiative. Trotzki nannte Stalin verachtend den „größten Kleingeist unserer Partei“, aber dieser „Kleingeist“ vermochte es, unbemerkt den Großteil der einfachen Bolschewiken auf seine Seite zu bringen, weshalb er am Ende im innerparteilichen Kampf den Sieg davon trug.

Während der Zwanzigerjahre büßte Trotzki seine Stellung ein, ihm wurde „kleinbürgerliches Abweichlertum“ vorgeworfen und seine Anhänger wurden aus den Schlüsselpositionen verdrängt. 1929 wurde er des Landes verwiesen. Die Stalin-Propaganda zeichnete von ihm das Bild einer Brutstätte des Bösen, eines Teufels der sowjetischen Mythologie.

Trotzki 1938 in Mexiko

Der Revolutionär ließ sich in Mexiko nieder – Europa hatte ihm Asyl verweigert. All die Jahre seiner Emigration kritisierte Trotzki Stalin und die Sowjetunion aufs Schärfste, er sah die marxistische Idee verraten. So klagte er: „Das bleierne Hinterteil der Bürokratie wog schwerer als der Kopf der Revolution.“

1939 gab Stalin den Befehl zu seiner Liquidierung. Nur ein Jahr später wurde der 60-jährige Trotzki von dem sowjetischen Agenten Ramón Mercader mit einem Eispickel erschlagen. Der Gründer der Roten Armee wurde in Mexiko bestattet. Lediglich ein weißer, mit Hammer und Sichel gekennzeichneter Stein mit einer roten Fahne erinnert heute an den einstmals so mächtigen Revolutionsführer.

>>> Leo Trotzki: Sechs Fakten über den geächteten russischen Revolutionär

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