Zehn Straßenbahnen, die das Leben russischer Städte veränderten

Jewgenija Novoschenina/Sputnik
Neben einheimischen Modellen aus der Sowjetunion und Russland sind auch ausländische Trams schon immer sehr beliebt in Russland. Wir stellen Ihnen die zehn bedeutendsten Beispiele vor!
Struwe-Bahn: Die erste russische Straßenbahn rollte noch zu Zarenzeiten auf die Straße. Aber nicht etwa in Sankt Petersburg oder Moskau, nein. Am 1. Juni 1892 startete die erste elektrische Tram, konstruiert von Amand Struwe, durch Kiew. Bis dahin kursierten nur Pferde- und Dampfbahnen.
MB: Dieses Modell der britischen Schienenfahrzeughersteller Brush war im frühen 20. Jahrhundert besonders beliebt in Sankt Petersburg. Sie prägte stark die Kultur der Straßenbahndekoration im russischen Zarenreich.
МS-1: Sie war ab 1927 die erste sowjetische Straßenbahn. Obwohl die MS-1 und ihre Nachfolger MS-1 und MS-3 mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges eingestellt wurden, spielten sie eine wichtige Rolle beim Transport von Menschen und Gütern während der Blockade Leningrads.
МТV-82: Diese Bahn kam 1946 auf die Straße und zeichnete sich durch ihre Einfachheit und Stabilität aus. Über 40 Jahre lang verkehrte die MTV-82. In den 2000er Jahren wurden einige von ihnen in Service-Wagen verwandelt, also können Sie sie noch heute antreffen.
LM-57: Ihre auffälligen Farben und Muster verschafften der ersten Version der LM-57 den Spitznamen “Dandy”. Ihre Nachfolger wurden zwar schlichter, der Name aber blieb.
Tatra T3: Die kennen Sie doch, oder? Die Tatra aus den Tschechoslowakischen Tramwerken war die populärste aller Straßenbahnen (nicht nur) in der Sowjetunion. Mehr als 11.000 Wagen importierte Moskau. In zahlreichen umgestalteten Varianten verkehren viele bis heute in allen Ex-Sowjetrepubliken.
KTM-5: Seit 1969 wurden über 14.000 KTM-Bahnen gebaut. Sie diente später als Vorbild für verschiedene Lasten-, Schneeräum- und andere Dienstfahrzeuge.
71-409: Dieses Modell aus dem Jahr 2011 ist die erste russische Niederflugbahn. Der niedrige Boden soll das Ein- und Aussteigen für die Fahrgäste angenehmer machen.
Pesa Foxtrot 71-414: Gemeinsam mit den polnischen Pesa-SA-Werken baute die russischen Ural-Waggonwerke dieses schnittige Modell speziell für Moskau. Mittlerweile verkehrt die Pesa-Foxtrot 71-414 jedoch auch schon in anderen Städten.
Witjas 71−931: Sie sind die neuesten Hingucker auf russischen Stadtbahnschienen: Die Witjas-Bahnen (deu: Ritter) verkehren seit 2014 in Moskau, Sankt Petersburg und Krasnodar.

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