Russlands großes Städte-Ranking: Wo lebt es sich am besten?

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KSENIA SUBATSCHJOWA
Die russische Regierungs-Finanzuniversität hat die Lebensqualität in 38 russischen Städten zwischen Kaliningrad und Wladiwostok untersucht. In dem entstandenen Ranking erreichte weder Moskau noch Sankt Petersburg den Spitzenplatz. Tipp: Der Sieger liegt in Westsibirien!

Platz 10: Orenburg

Die Stadt an dem Fluss Ural (knapp 1500 Kilometer südöstlich von Moskau) ist berühmt für seine kuscheligenSchals und ihre Lage auf der geografischen Grenze zwischen Europa und Asien. Für den Alltag hier spricht der intensive Ausbau der Infrastruktur, des Gesundheitswesens sowie die Arbeitsweise der lokalen Behörden wurde als besonders effizient bewertet.

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Platz 9: Nowosibirsk

Die mit 1,6 Millionen Einwohnern drittgrößte Stadt Russlands und das wohl belebteste Kulturzentrum Sibiriens, Nowosibirsk, ist ein großes Industrie-Zentrum am Fluss Ob. Im nahegelegenen Akademgorodok befindet sich außerdem eines der bedeutendsten Wissenschaftszentren der ehemaligen Sowjetunion und des heutigen Russlands.

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Platz 8: Krasnojarsk

Krasnojarsk gehört seit dem Jahr 2013 ebenfalls zu den russischen Millionenstädten. Hier befinden sich wichtige Zentren in den Gebieten Wasserenergie, Maschinenbau und Buntmetallurgie. 1628 war die Stadt als östlicher Vorposten des Russischen Zarenreiches an den roten Steilhängen – daher auch der Name: krasnyj – rot, jar – Abhang – am mächtigen Fluss Jenissej gegründet worden.

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Platz 7: Jekaterinburg

Jekaterinburg liegt rund 1800 Kilometer östlich von Moskau, ist Hauptstadt sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Ural-Region. Der Bevölkerungsgröße nach ist es die viertgrößte Stadt Russlands. Hier befinden sich zahlreiche Bildungseinrichtungen und historische Sehenswürdigkeiten. In der Umgebung spielen Bergbau und Metallurgie die wirtschaftliche Hauptrolle.

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Platz 6: Tscheljabinsk

Diese Ural-Stadt ist vor allem durch den Meteoriten-Absturz 2013 international bekannt geworden. Aber das ist natürlich nicht alles, was sie zu bieten hat. Gegründet 1736, hat sie mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahnmagistrale stark an Bedeutung gewonnen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Industrie hier weitestgehend auf Waffenproduktion umgestellt. Heute ist Tscheljabinsk mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern ein wichtiges Wirtschafts-, Kultur- und Sportzentrum.

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Platz 5: Sankt Petersburg

Der fünfte Platz des Städte-Rankings geht an die Kulturhauptstadt im Norden: Sankt Petersburg. Weiße Nächte, regelmäßige Großveranstaltungen und zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten machen das Leben in dem pulsierenden Kreativitätspool aufregend und attraktiv für viele Zuziehende.

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Platz 4: Krasnodar

Die südrussische Kosaken-Metropole Krasnodar liegt rund 1300 Kilometer südlich von Moskau und betört seine Einwohner und Gäste mit seinem lauen Schwarzmeer-Klima. Allein in den letzten sieben Jahren ist die Bevölkerung um 76 Prozent auf 1,3 Millionen angewachsen. Die Behörden vermarkten Krasnodar als Paradies für diejenigen, die das raue nordische Klima satt haben, aber dennoch weiter im Business-Bereich tätig sein wollen.

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Platz 3: Kasan

Kasan liegt rund 800 Kilometer östlich von Moskau entfernt und ist eines der lebendigsten Kulturzentren Russlands. Über 96 Prozent der befragten Einwohner zeigten sich zufrieden mit ihrer Stadt. Grund dafür war wohl nicht nur die abwechslungsreiche kulturelle und religiöse Vielfalt, sondern vor allem der seit Jahren andauernde Ausbau der Infrastruktur und die neuen Straßen.

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Platz 2: Moskau

Nah an der Spitze zwar, aber doch nur zweite Geige: Moskau ist nicht Russlands Stadt mit der besten Lebensqualität. 70 Prozent der befragten Einwohner gaben an, die Hauptstadt sei der beste Ort zum Leben in Russland – auch aufgrund der intensiven Erneuerung des Stadtbildes und der Grünflächen.

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Platz 1: Tjumen

Und hier ist der gar nicht überraschende Gewinner: Tjumen. Die Stadt im Westen Sibiriens hat nun schon zum zweiten Mal in Folge das Lebensqualitätsranking Russlands gewonnen. Sie ist eine der ältesten Siedlungen in Sibirien und Sitz zahlreicher – jobbringender! – Öl- und Gasfirmen. Zwischen historischen und modernen Elementen wächst außerdem immer mehr auch die Anzahl von Bildungseinrichtungen, grünen Erholungszonen und Verwaltungsservices.

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